impressum & links
|
Musik-Projekte "extern"
Ausstellung "Form und Funktion" - Performance und Musik
"Vom Kopffüßler zum Kugelmenschen"
Betrachtet man die Gemälde kleiner Kinder,
so sind diese bevölkert von "Kopffüßlern".
Erst mit zunehmendem Alter trennt sich der Kopf vom Bauch und die
Gliedmaßen "entwickeln sich". Im Computer-Zeitalter
findet die umgekehrte Mutation zum "Kugelmenschen" statt.
Dieser benötigt nur noch eine "Kopf-Kugel" zum Denken,
eine "Bauch-Kugel" zum Verarbeiten der Nahrung und zwei
Hände für die Computer-Tastatur. Sobald das "Computer-to-Brain-Interface"
(direkte Schnittstelle von Gehirn/Nervensystem zum Computer) entwickelt
ist, werden auch die Hände überflüssig...
Die Basis-Idee zur Performance war jedoch zunächst viel grundsätzlicher:
Alles, was der Mensch sich schafft, sei es Werkzeug, Tisch, Stuhl
etc. ist so geformt, weil es zweckmässig ist. Das optische Design
ist nur ein Aspekt, welcher die Funktion nicht beeinträchtigen
sollte. Ein Stuhl ist so geformt, weil unser Körper ihn so "braucht".
Immer mehr entsteht jedoch ein Trend, dass der Mensch sich verändert,
um sich seinen erschaffenen Werkzeugen, Möbeln, Computer etc.
anzupassen. Ins Extrem getrieben ist dies dann unser "Kugelmensch".
Die Performance-Künstlerin Renate Steinsberger ist bereits mit
den Projekten "Arbeitstitel Golfkrieg" (1991, Bürgerhaus
Emmering), "Bewegung im normalen Rahmen" (1991, Haus 10
Fürstenfeldbruck), "Oh ZON!" (1992, Haus 10 Fürstenfeldbruck),
"Geh Weg" (1993, Haus 11 Fürstenfeldbruck, Musik von
Ernst-Michael Bratz) u. a. aufgetreten.
Hier einige Bilder von der Entstehung der Performance "Vom Kopffüßler
zum Kugelmenschen":
» Kugelmensch
1
» Kugelmensch
2
» Kugelmensch
3
» Kugelmensch
4
"Body Motion Part 3" - Die Musik zur Performance
(Part 1 und 2 haben es leider nicht bis auf die
"Bühne" geschafft)
Die Musik wurde mit der Sequencer-Software "Cakewalk" auf
dem PC erstellt, arrangiert, analog abgemischt, auf dem Macintosh
digital aufgenommen und auf CD gebrannt. Equipment: Roland alpha Juno-1,
Ensoniq SQ|80, E-MU emax, Yamaha DX-27 und SY22.
"Body Motion Part 3" hat vier Teile:
- Teil 1: Klangcollage aus Geräuschen und schwebenden Synthi-Teppichen,
dazu ein "schleichendes" Sax-Imitat und Fingerschnippen
(ein Sample aus dem Twin-Peaks Soundtrack). Die Kugel als Urzustand,
energietechnisch günstigste Anordnung, symbolisiert gleichzeitg
die Eizelle, die Geburt.
- Teil 2: Percussion-Rhythmen setzen ein, metallischer
Bike-Sound, knarrende Tür.Erlernen der Bewegung, die Gliedmaßen
"bilden sich", der "Kopffüßler"
ist entstanden. Neugierig streckt sich der Kopf hervor, die Wahrnehmung
der Umwelt über die Sinne Sehen, Hören, Riechen etc.,
Bewegung im Raum.
- Teil 3: Swing-Jazz Elemente. Die Intelligenz entsteht.
Der "Kopfmensch".
- Teil 4: Schwebende Akkorde, melancholisch.Im Computer-Zeitalter
zieht sich der Mensch in sich zurück. Man ist vernetzt, kommunikativ
mit jedem (das "Informationszeitalter") und doch für
sich und allein. Der Mensch wird zum "Kugelmenschen".
Klangcollage aus Geräuschen und schwebenden Synthi-Teppiche
wie am Anfang: Rückkehr in den Urzustand der Kugel.
» nach oben
"Gehweg" - Musik
zur Performance
Die Performance "Gehweg" entstand 1993
im Rahmen der Aktion und Themen-Ausstellung "Wege" der Künstler-Gruppe
"Haus 10" im Kloster-Areal Fürstenfeldbruck. Hier einige
der Ausgangspunkte, Ideen und "Auslöser", die sich
letztendlich wie Puzzlesteine zu dem zusammenfügten, was die
Performance "Gehweg" wurde:
- Zum ersten waren da die Räumlichkeiten, die uns begeisterten,
denn es gab einfach Platz ohne Ende.
- Der viele verfügbare Platz bestärkte Renate Steinsberger
in ihrer Idee, dass eine Art Gerüst (schließlich wurde
es dann ein Baugerüst) eine wichtige Rolle spielen sollte.
- Bald zogen sich die Gedichte des Lyrikers Felix Pollak wie ein
roter Faden durch die Performance und bestimmten weitgehend den
Handlungsablauf.
- Nach und nach fanden wir in unserem Freundeskreis unsere Darsteller,
Techniker und Helfer, von denen jeder durch seine speziellen Hobbys,
Fähigkeiten und "Connections" wesentlich zum Entstehen
der Performance beitrug.
- Und dann waren da noch die langen Abende, in denen diskutiert
wurde über das Wie und Was und Warum ;-)
Während der Proben und Vorbereitungen ergaben sich mehrfach Schwierigkeiten,
durch die wir mehr als einmal am liebsten aufgegeben hätten.
Doch inzwischen hatte sich die Gruppe so gut "zusammengerauft",
dass wir uns immer wieder gegenseitig zum Weitermachen ermutigten.
So hatte z.B. ein Künstler für eine Ausstellung vorher (Thema
"Energie") ein Kohlefeld in einem der Räume aufschütten
lassen. Nach der Ausstellung transportierte man zwar die Kohle wieder
ab, den Raum zu reinigen hatte man jedoch nicht für nötig
befunden. Also kehrten wir einen Abend lang mit Atemschutzmasken den
Kohlestaub zusammen. Es war die Hölle!!! Desweiteren durften
wir aus Brandschutzgründen einen der Räume nicht verwenden
- und zwar gerade den, in dem wir das Gerüst aufgebaut hatten
und in dem der Hauptteil der Performance stattfinden sollte. Leider
konnten wir in dem neuen Ersatzraum das Gerüst nur noch in einer
Etage statt wie vorher in drei Etagen aufstellen. Ich war zu dieser
Zeit jedenfalls sehr geübt im Auf- und Abbauen von Baugerüsten...
Mitwirkende:
Renate Steinsberger (Idee), Ernst Bratz (Musik), Gabi
Schröder, Alexandra Kraus-Hofmann, Irene Kullmer, Tom Schmidt,
Corine Mehrer, Technik: MH Lights, Uli Höfer, Bernd Krause.
Ein BeWEGungstheater über Menschen - wie sie sich hinter Masken
verbergen, auf ihren Wegen, die wir Lebenswege nennen. Ab und zu schauen
sie einmal hinter ihren Masken hervor, um Geschichten zu erzählen,
die nicht nur die ihrigen sind.
Am Ende eines Weges steht der Tod, vor dem nun doch jeder seine Maske
abnehmen muss...
Hier eine kurze Beschreibung des Ablaufs und der "Musik und Geräusche"
dazu:
- Während die Zuschauer eintrafen, waren die Darsteller als
"Exponate" im ersten Raum ausgestellt. Die Darsteller
trugen weiße Masken. Zu jedem Exponat gab es eine Tafel,
was das Kunstwerk darstellen sollte ("Mutter mit Kinderwagen",
"Jugendlicher" etc.). Dazu lief ein Endlos-Band mit
"typisch deutschen" Hinweisen, was während der
Veranstaltung nicht erlaubt ist.
- Die "Exponate" begannen sich zu bewegen und begaben
sich in den nächsten Raum. Dieser war mit Schwarzlicht ausgeleuchtet
und wie eine U-Bahn-Station dekoriert. Stühle waren wie Zugabteilen
aufgebaut. Das Gedicht "Reisegefährten"
(Felix Pollak) wurde von Band vorgetragen. Es beschreibt, wie
sich Reisende erst argwöhnisch begutachten, nach und nach
ins Gespräch kommen, sich dann ganz öffnen und mehr
von sich preisgeben, als sie normalerweise tun würden (dargestellt
durch das Abnehmen der Masken) um sich dann wieder zu verschließen,
schnell den Zug zu verlassen und ihrer eigenen Wege zu gehen.
- "Stadtwege" (Instrumental): Im dritten Raum
hatten wir aus Silo-Folie mehrere Ebenen von Trennwänden
aufgebaut. Die Zuschauer sahen einen theaterbühnenartigen
Ausschnitt, in dem die Darstteller auf verschiedene Art hin und
her gingen, rannten, schlenderten, in Gruppen gingen, jemanden
trugen etc. Die Musik dazu korrsspondierte zu den "Gangarten"
und steigerte sich von einem ruhigen Anfang zu einem hektischen
"Großstadt-Treiben".
- Der vierte Raum, in dem der Hauptteil der Performance stattfand,
war bestuhlt. Hier war als Bühne das Baugerüst aufgestellt.
Die einzelnen Teile: "Hochhausgesellschaft - Seelensilos"
(Instrumental), "Die Bibel in Blindenschrift lesen"
(Felix Pollak), "Niemalsland" (Felix Pollak),
"Aschenputtel, noch einmal" (Felix Pollak), "Time
is Money" (Instrumental), "Menschmaschiene"
(Instrumental), "Reklame" (Ingeborg Bachmann),
"Mohl" (Felix Pollak).
» nach oben
"Elements of Nature" - Quadrophone Musik zur Projektion
Abschluss-Event zur Vernissage und Feier des 20-jährigen
Jubiläums der Künstlergruppe "Emmeringer Spektrum":
Um unsere Verbundenheit mit dem Bürgerhaus Emmering auszudrücken,
wurden per Beamer Bildausschnitte unserer Kunstwerke als Farbeindrücke
in die Fassade integrieren. Es sollte dabei keine zweite Ausstellung
an der Außenwand, sondern vielmehr eine atmosphärische Verbindung
von Farbe, Architektur, Struktur, Natur/Location und Klang entstehen,
unterstützt durch eine quadrophone Klang- und Musik-Collage.
Für diese Klang-Collage wollte ich als Basis vier metallische
Klänge, die im quadrophonen Klangraum im Kreis wanderten. Diese
entstanden mit der SE-Funktion des E-Max. Dazu kamen Geräusche
der Umgebung/Natur: Gewitter/Regen, sommerliche Abendstimmung mit
dem Zirpen der Grillen, Wind, Vogelschwärme, Meer und Möven
(zugegeben, das ist eher nicht die Umgebung von Emmering ;-) Außer
Geräuschen wurde die Collage durch "herkömmliche"
Musik ergänzt, die ebenfalls im quadrophonen Klangraum wanderte.
Der Effekt der Quadrophonie ist selbst in der Zeit von Dolby Surround
noch recht beeindruckend, da die Klang-Collage hier vollkommen losgelöst
war von einer filmischen Handlung. Renate meinte dazu, man würde
von der Qudrophonie sozusagen in die Klangkulisse "hineingezogen".
Realisiert wurde die ganze Sache übrigens mit zwei gleichzeitig
gestarteten und (halbwegs) synchron laufenden Stereo-CD-Playern.
Aufgeführt am 23. Juli 2005 in Emmering (Anmerkung für
die, die da waren: Dass die Kunstwerke nur in Ausschnitten und mehr
als Farbeindrücke denn als scharf dargestellte Bilder wiedergegeben
wurden, war Absicht. Meiner Meinung nach hätte allerdings die
Lichtstärke des von der Grund- und Hauptschule Emmering ausgeliehenen
Beamers (vielen Dank dafür!) für eine Projektion an die
Außenwand des Bürgerhauses stärker sein müssen.
Man möge dies entschuldigen, denn die finanziellen Mittel für
solche Projekte sind eben leider sehr begrenzt).
» nach oben
"Deep Forest" - Musik zur Performance
Als wir Renate wegen einer Performance für unsere Ausstellung
"Body" ansprachen und ihr von den Plänen berichteten,
dazu auch eine Schaufensterpuppe mit Airbrush als "Baum"
zu gestalten, äußerte sie die erste Idee zur Performance:
Sie berichtet, dass Sie oft mit ihren Ziegen im Wald spazieren ging
und dabei Bäume filmte (klingt lustig, ist aber so). Zusammen
sichteten wir das Material. Zuerst dachte ich: '90 min. Bäume,
wie stehe ich das nur durch'. Doch die Szenen waren so interessant,
dass die 90 min. vergingen wie im Flug. Aus dem Material wählte
ich alle Szenen aus, in denen sich die Bäume als "Körper"
präsentierten: Knochen, Hände, Füße, verknorpelte
Extremitäten, zum Himmel gestreckte Arme... Dazu musste ich
mich in kürzester Zeit in Pinnacle Studio 9 einarbeiten (vielen
Dank an meinen Vater, der mir dabei mit Rat und Tat zur Seite stand).
Für die Musik wählte ich Samples von indianischen Gesängen
und von einer interessanten Pygmäen-Gesangstechnik (hier werden
gesungene Töne durch Blasen über ein hohles Holzrohr ähnlich
einer Panflöte kombiniert). Das ganze ergänzt mit sphärischen
Synthi-Klängen, einem australischen Digeridoo, später
mit akrikanischen Trommeln und Samples.
Aufgeführt am 28. Juli 2005 in der Sparkasse Fürstenfeldbruck.
Der Film wurde mit einem Beamer auf mehrere, versetzt aufgestellte
Stellwände projeziert. Renate verstand es perfekt, das ganze
sehr beeindruckend zu "bewegen", ohne jedoch dem Film
seine Wirkung zu nehmen: An den richtigen Stellen sparsam, dann
wieder sehr ausdrucksstark. Sie trug ein weißes Gewand, das
die Projektionsfläche ergänzte und den Bäumen weitere
Bewegung verlieh.
Hier einige Bilder von der Performance "Deep Forest":
» Deep
Forest 1
» Deep
Forest 2
» Deep
Forest 3
» nach oben
MultiMedia Projekte
Musik für diverse Multimedia-Produkt-Präsentationen
mit Macromedia Director.
» nach oben
Projekt "von Schattenreich"
» Zur Subsite...
» nach oben
Projekt "Cenva"
» Zur Subsite...
» nach oben
|
Auf dieser Seite:
» Ausstellung Form und Funktion -
Performance und Musik
» "Gehweg" - Musik zur Performance
» "Elements of Nature" -
Quadrophone Musik zur Projektion
» "Deep Forest " - Musik zur Performance
» Multimedia-Projekte
» von Schattenreich
» Cenva
» Das Rosenbett
» More Music
» Under the Garage (facebook)
|